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Von Volos kommend laufen wir also nochmals die bereits im Mai erkundete "Geheimbucht" im West des Golfes an. Umgeben von mit tausenden von Olivenbäumen bewachsenen grünen Bergen hatte Klaus sich damals geweigert, den Namen in seinem Block zu nennen. Nun, so geheim ist sie wohl doch nicht, denn nach uns finden sich noch zwei weitere Boote in der Bucht ein. Der Name sei dennoch weiterhin nicht verraten.

Nach zwei Tagen geht es dann auf die andere Seite des Golfes zur Ormos Pythos auf der Insel Trikeri. Da war ich vor vier Wochen zwar auch schon mal, aber die Bucht ist halt ideal, um ein paar weitere Tage zu faulenzen, schnorcheln, schwimmen und wandern.

Da gerade das griechische Pfingswochenende ist, ist die Bucht recht voll, aber wir finden noch eine Lücke. K fährt mit dem Dinghy und unserer neuen, in Volos erstandenen, 50m Leine voraus an Land, wickelt sie um einen Baum und kommt mir mit dem freien Ende der Leine entgegen, während ich langsam rückwärts in die Lücke fahre. Leine übergeben, Ankerkette dichtholen, fertig. So einfach kann das Leben sein :)

Um uns herum begrüßen uns unzählige Zikaden mit ihrem gezirpe.

Das ganze wird von einem in der Bucht wohnenden Österreicher von seiner Veranda aus genau beobachtet. Der gute Mann hat hier wirklich den perfekten Ausblick für großes Ankerkino:

 





Apropos Leine... Wir haben zwar auch eine 50m Gurtbandrolle am Heck, aber nachdem ich einmal bei einem Nachbarn gesehen habe, welch nervigen Lärm so ein Gurtband bei entsprechendem Wind verursachen kann, verzichte ich lieber in meinem und im Interesse der Nachbarn auf das Gurtband und nehme eine altmodische 16mm Leine. Da in GR Leinen grundsätzlich nicht per Meter sondern per Kilo verkauft werden, kann man sich hier auch gut eindecken. In Deutschland hätte ich für die neue Leine mindestens das dreifache bezahlt. Und da die Leine ja gewogen wird, ist es auch nicht ganz so entscheidend, ob der Verkäufer beim Ausmessen der Länge mit ausgestreckten Armen sich etwas vertan hat.

Hier in Ormos Pythos lerne ich auch die neueste Fendermode kennen. Fenderstrümpfe und -socken sind out. Aber so was von out ! Der moderne Fender von Welt trägt heutzutage T-Shirt:





Irgendwann finden wir dann auch noch den Weg ins Dorf. Der von der Bucht sich die Küste entlang schlängelnde, mit Natursteinen gepflasterte Weg, wird wie auch andere seiner Art von einer gemeinnützigen Organisation unterhalten, die sich zum Ziel gesetzt hat, solche historischen Wege zu erhalten. Um diese Jahreszeit ist er sogar beleuchtet. Vor vier Wochen mußte uns noch der Vollmond als Lichtquelle beim Rückweg dienen. Der Hauptort von Trikeri, wenn man bei einer Insel mit 15 Einwohnern von so etwas sprechen kann, bietet typische griechische Bilderbuchidylle:





Hier landen wir wieder in der Taverna Diavolo (die mit dem Knopf zum Erröten auf den Toiletten) und verzehren in Gedenken an Klaus todesmutigen Einsatz beim Kochen seiner Fischsuppe einen Skorpionfisch.

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