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Eigentlich wolle ich ein paar Tage in Batsi auf Andros bleiben, aber es ist so heiß und eine Badestelle vom Hafen aus nicht schnell erreichbar, daß ich bereits am nächsten Tag wieder das Weite suche. Auch bedingt durch die Versorgungslage, denn es gibt in Batsi zwar sehr gute Bäcker und auch einen Gemüseladen, aber keinen Supermarkt. Das Angebot der beiden Mini- (oder besser Mikro)märkte ist sehr spartanisch.

Auch den Plan, die Inseln südlich und östlich zu besuchen, stelle ich in Anbetracht der längerfristigen Wetterentwicklung zurück. Erst Süd, dann NW-N. Das ist zweimal aus der falschen Richtung...
Also zurück nach Kea, auch wenn ich den Haupthafen der Insel in zwiespältiger Erinnerung habe, hat er Sioned doch dank zu hoch hängender Fender beim nächtlichen Anlegemanöver ein paar neue Kratzer beschert.

Diesmal ist aber deutlich weniger Wind und er dreht auch nicht mitten in der Nacht um 180 Grad, so daß dicht unter dem Strand ankern kann, weit genug vom Fähranleger entfernt um nicht jedesmal Herzrasen zu bekommen, wenn eines dieser Monster in der Bucht manövriert.

Man merkt, daß man schon nahe an der attischen Küste ist. Von Lavrion ist es nicht weit und die Pier und auch die Bucht werden von großen RIBs, teilweise mit Kajüte, belegt.

Was man hier sieht ist übrigens kein Schrottplatz sondern ein Freilichtmuseum im griechischen Stil. Die Maschinen stammen aus einer alten Email-Fabrik, die die Deutschen in den 50er Jahren nach Kea geliefert hatten und die hier lange Jahre produzierte.



Da der Meltemi wieder mal einen neuen Anlauf nimmt und die 2m Linie nur ca. 20 m hinter meinem Heck verläuft geht es nach drei Tagen Kea weiter Richtung Festland. Eigentlich hatte man mir Segeln versprochen, aber das wurde mal wieder nichts.

In einer Bucht unter dem Kap Ak Sounion fällt erneut der Anker. Der vom versprochenen Nord zu West mutierte bläst die Wellen in die Bucht hinein und es wird eine unruhige Nacht. Die Strandurlauber, die hier wohl Massentierhaltung betreiben, stört es nicht:





Der Versuch bei den zuständigen Authoritäten, in diesem Fall Poseidon, Aölus war gerade nicht greifbar, eine Beschwerde wegen des Windes vorzutragen scheitert leider. Der ursprüngliche Bewohner dieses Gebäudes ist schon längst ausgezogen.
Der deutliche Instandhaltungsrückstau verhindert aber nicht, daß künftige Mietinteressenten Schlange stehen.




Nach einer unruhigen Nacht geht es daher weiter nach Poros. In der Ormos Neorion, 1 sm von Poros Stadt entfernt, finde ich ein scheinbar ruhiges Plätzchen. Hier treffe ich zufällig Wolfgang von Stella aus Wien, mit dem ich mich im Forum über Eskimo-Männchen auf Amel Schalttafeln ausgetauscht hatte. Wir unterhalten uns über die Unterschiede zwischen unseren beiden Maramus. Seine eine der letzten der Baureihe, meine vier Jahre älter und mitten drin in der Baureihe.

Die Bucht ist aber recht tricky. Böen und Strömung sorgen dafür, daß die Ankerlieger einen ziemlichen Eiertanz aufführen. Da wegen der Tiefe von 12-17m mit viel Kette geankert werden muß ist ein größerer Abstand erforderlich als normal. Stella und Sioned, die nebeneinader liegen sind mal parallel, mal antiparallel und dann wieder Bug an Bug. Ist schon etwas beunruhigend. Trotzdem scheppert es nirgends.





Reich und schön stört das nicht, die ankern gleich deutlich außerhalb der Bucht in dem schmalen Sund zwischen der Insel Poros und dem Festland.

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