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Mittwoch, 12.4.2017

Diesmal schaffe ich es, in Elounda den Schiffsausrüster ausfindig zu machen. Der ist zwar gut sortiert und auch halber Baumarkt, aber einen kräftigen Magneten um die während der Watermaker Installation im Black Hole - äh ich meine in der tiefen Bilge - verschwundene Säge zu retten hat er auch nicht. Irgendwie schafft es K. dennoch das Stück wieder zum Vorschein zu bringen.

Wir bleiben zwei Tage vor Elounda vor Anker. Der starke Nordwind, der auch am Ankerplatz noch zu spüren ist, macht den Sprung über 60 sm zu den südlichsten Kykladen nicht sonderlich attraktiv. Daher warten wir bis der Wind am Mittwoch etwas zurückgeht und gehen bei Sonnenaufgang Anker auf geniessen das Brummen des Diesels über die nächsten 10 Stunden und kommen noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang über Santorin und dank des neuen Watermakers auch mit vollen Wassertanks auf der am weitesten im Südosten gelegegen Kykladeninsel Anafi an.





Außer einem ebenfalls hier verschnaufenden Neuseeländer scheint die Insel ausgestorben zu sein. Während auf Kreta die Saison ja bereits begonnen hat, dauert es hier noch ein paar Wochen.





Der Ankerplatz ist nur gegen den Nordquadranten hin geschützt und ansonsten recht exponiert und der Schwell findet auch seinen Weg um die Insel herum. Daher geht es am nächsten Morgen gleich weiter, wieder gegenan. Das Entsalzen der Niroteile hätte ich mir sparen können.

Aber ich will schnell weg aus dieser abgelegenen Region, wo es kaum Häfen und Ankerplätze gibt. So landen wir wieder auf der Insel, auf der Apple seine Betriebssysteme entwickelt, iOS - ähm... Ios natürlich.
Wir ankern wieder in der südlichen Bucht Manganari, in der Sioned bereits im Oktober auf dem Weg nach Kreta einen Badesstop einlegt. K.s Versuch, selbiges zu reproduzieren endet ob der Wassertemperaturen von 16 Grad freilich beim großen Zeh ;). Auch hier wirkt an Land noch alles ausgestorben.

Letzlich verholen wir uns an Karfreitag in den Haupthafen von Ios und machen als eine von drei Yachten fest. Später gesellen sich noch der Neuseeländer von Anafi und zwei weitere Boote hinzu. Und da ich festmachen mit Muringleinen so liebe, gibt es auch gleich die erste Schramme der Saison. Ärgerlich, weil vermeidbar, hätte ich an die Ferndbedienung fürs Bugstrahlruder gedacht, die ich ja genau für solch einen Zweck habe. So fehlt aber ein Mann am Steuerstand, während ich mit der Muring hantiere und K. noch achtern beschäftigt ist. Zum Glück nur ein oberflächlicher Kratzer.





Der Supermarkt, den wir im Oktober nur im geschlossenen Zustand von außen besichtigen konnten, hat nun geöffnet und der Umstand, daß es mit dem Einkaufswagen nur wenige Meter bis zum Schiff ist, gleicht die etwas höheren Inselpreise durchaus aus :)

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